Kategorie: Portfolio

  • Logo-Entwicklung für die Sternenkindfamilie

    Logo-Entwicklung für die Sternenkindfamilie

    Das Windrad-Motiv in drei Varianten

    Auf einem hellen Holztisch stehen eine weiße Tasse und Informationsflyer mit dem Ergebnis der Logo-Entwicklung für „Sternenkindfamilie“; im Hintergrund steht eine Schale mit Obst.

    Schon im ers­ten Gespräch mit der Ster­nen­kind­fa­mi­lie steht fest: Das neue Logo soll kei­nes der übli­chen Zei­chen für Trau­er oder Schmerz auf­neh­men. Sie suchen nach einem Sym­bol, das dem Leben mit einem Ster­nen­kind in all sei­nen Facet­ten gerecht wird.

    So ent­steht im engen Aus­tausch ein Zei­chen, das Hoff­nung, Lie­be und Ver­bun­den­heit sicht­bar macht. Gestärkt tritt die Ster­nen­kind­fa­mi­lie mit ihrem eige­nen leuch­ten­den Logo in die Öffentlichkeit.

    Bloß kein Kreuz! Kei­ne Ker­ze! Wenn mög­lich, kein Herz und wenn es geht: auch kei­ne Trä­nen!“ Das ers­te Gespräch zur Logo-Ent­wick­lung für die Ster­nen­kind­fa­mi­lie dreht sich vor allem dar­um, was alles nicht im Logo auf­tau­chen soll. Sie wol­len sich deut­lich abset­zen von den Bil­dern, die sonst für Tod und Trau­er ste­hen, um dem ihr eige­nes Bild vom Leben mit dem Ster­nen­kind entgegensetzen.

    Zum Hin­ter­grund: Als Ster­nen­kin­der bezeich­net man Kin­der, die vor, wäh­rend oder kurz nach der Geburt gestor­ben sind. Die Orga­ni­sa­ti­on Ster­nen­kind­fa­mi­lie“ (ursprüng­lich: Ster­nen­kind Mün­chen) unter­stützt als Online-Platt­form sowohl die Fami­li­en als auch Fach­per­so­nal mit Infor­ma­tio­nen, Ange­bo­ten und Austausch.

    Ein Kinder-Windrad als Leitmotiv in der Logo-Entwicklung

    Ein Sym­bol, das vie­le Eltern für ihr Ster­nen­kind ver­wen­den, ist das Wind­rad: Ein Kin­der­spiel­zeug, leicht und fröh­lich, bei dem zar­tes­ten Hauch kommt es in Bewe­gung. Kein Wun­der, dass man es oft auf den Grä­bern und den Gedenk­stel­len für die ver­stor­be­nen Kin­der findet.

    Bei der Ster­nen­kind­fa­mi­lie steht es vor allem dafür, in Bewe­gung zu kom­men, selbst aktiv wer­den zu kön­nen. So unab­än­der­lich der Tod ist, unse­ren Umgang damit kön­nen wir gestalten.

    Ein Motiv in drei Variationen: Im Designprozess entstehen Logo-Entwürfe mit Bedeutung

    Als Gra­fik­de­si­gne­rin zei­ge ich bei jeder Logo-Gestal­tung immer min­des­tens zwei Ent­wür­fe. Damit mei­ne Kund:innen ech­te Alter­na­ti­ven haben, set­ze ich unter­schied­li­che Ideen und Stim­mun­gen in star­ke Designs um. So bringt jedes Logo eine eige­ne Sei­te, einen ande­ren Cha­rak­ter ihres Pro­jekts zum Ausdruck.

    Logogestaltung 1: Das Windrad als Sinnbild für Gemeinschaft und Tatkraft

    Die Ster­nen­kind­fa­mi­lie ver­steht sich als Platt­form, die Infor­ma­tio­nen und Ange­bo­te bün­delt. Die ers­te Idee war des­halb, den Netz­werk-Cha­rak­ter der Orga­ni­sa­ti­on auf­zu­grei­fen: Wie in einem Tang­ram-Puz­zle kom­men die ver­schie­de­nen Tei­le hier in einem Wind­rad zusam­men. Auf ver­schie­de­nen Ebe­nen set­zen sie sich gemein­sam mit viel Ener­gie für Ster­nen­kind­fa­mi­li­en ein.

    Konstruierte, eckige Windmühlengrafik neben fettgedrucktem rotem Text "STERNENKIND" mit kleinerem "MÜNCHEN" darunter auf weißem Hintergrund, die moderne Logo-Entwicklung zeigt.

    Logogestaltung 2: Das Windrad als farbiges Mosaik der Gefühle

    Der zwei­te Ent­wurf setzt die Eltern in den Mit­tel­punkt, die mit dem Ver­lust des Kin­des vor einem Scher­ben­hau­fen ste­hen. Mit die­sen Scher­ben zu leben, sie acht­sam auf­zu­neh­men und in Lie­be zu betrach­ten, ist ein Pro­zess. Das Logo nimmt auf, dass die­ser oft sogar sehr krea­tiv ist, in dem man etwas für sich oder zur Erin­ne­rung an das Kind gestal­tet. In Mosa­ik fin­det Aus­druck für alle Gefüh­le – die nega­ti­ven genau­so wie die posi­ti­ven und ver­eint bei­des in einem.

    Logo-Entwicklung für Sternenkind München: einem Mosaik gleich setzt sich das vierarmige Windrad aus bunten Scherben zusammen. Links daneben in warme Rot der Schriftzug der Organisation.

    Logogestaltung 3: Das Windrad mit dem Sternenkind im Mittelpunkt

    Im drit­ten Ent­wurf dreht sich alles wort­wört­lich um das Ster­nen­kind. Es ist die Lücke, die zurück­bleibt, aber auch die Rad­na­be, um die her­um sich das Wind­rad dreht. Die geschwun­ge­ne Form deu­tet Bewe­gung an, die Bän­der, die vom Stern aus­ge­hen, stre­cken vor­sich­tig ihre Füh­ler aus, hal­ten das Ster­nen­kind im Leben, ver­bin­den innen und außen. 

    Farbgestaltung in der Logo-Entwicklung: Raum für Gefühle schaffen

    Getra­gen wird das Logo von einem war­men Ter­ra­cot­ta-Ton. Er erin­nert an Erde und Son­nen­wär­me und schenkt dem Gan­zen eine ruhi­ge, natür­li­che Prä­senz. Dar­um her­um ent­fal­ten sich wei­te­re ele­men­ta­re Far­ben wie ein stil­ler Regen­bo­gen. Damit steht die Farb­ge­stal­tung für die Ver­bin­dung von Leben und Tod und für die vie­len Facet­ten der Gefüh­le, die Ster­nen­kind­fa­mi­li­en begleiten.

    Obwohl die Far­ben kräf­tig leuch­ten, wirkt das Logo nicht ein­fach nur bunt: Durch das Zusam­men­spiel von gedeck­ten und strah­len­den Tönen ent­steht eine sanf­te Balan­ce – eine ruhi­ge Leich­tig­keit vol­ler Wär­me, Hoff­nung und Tiefe.

    Kurz bevor das Logo der Ster­nen­kind­fa­mi­lie ent­stand, hat­te Grün­de­rin Danie­la ein Foto­shoo­ting anläss­lich ihrer Aus­zeich­nung als Star­ke Frau“. Die bun­ten Bil­der mit ihren vie­len Meta­phern waren eine gute Grund­la­ge im Designprozess.

    Das finale Logo – ein Windrad mit Leuchtkraft

    Kurz ste­hen wäh­rend der Prä­sen­ta­ti­on zwei Ent­wür­fe in der enge­ren Aus­wahl. Dann ent­schei­den sich Maria und Danie­la schnell für den drit­ten Ent­wurf: das bunt leuch­ten­de Wind­rad mit dem Ster­nen­kind im Mit­tel­punkt. Es ist ein Logo, das die Hal­tung der Ster­nen­kind­fa­mi­lie sicht­bar macht – offen, lebens­nah und zuge­wandt.
    Das Wind­rad ver­bin­det Bewe­gung und Ruhe, innen mit außen, Viel­schich­tig­keit und Klar­heit. So wird es zum Sinn­bild für den Weg, den betrof­fe­ne Fami­li­en und Begleiter:innen gemein­sam gehen.

    Mit neuem Logo gestärkt in die Öffentlichkeit

    Lan­ge war die Ster­nen­kind­fa­mi­lie ohne eige­nes Logo auf­ge­tre­ten und genießt es jetzt um so mehr, es stolz zu prä­sen­tie­ren. Inner­halb der Orga­ni­sa­ti­on kön­nen sich alle mit dem posi­ti­ven Sym­bol iden­ti­fi­zie­ren, las­sen es ganz natür­lich in ihre Arbeit ein­flie­ßen und set­zen es über­all ein: auf Tas­sen, T‑Shirts und in Bas­tel­ar­bei­ten. Mit sei­ner stil­len Freund­lich­keit lädt es Men­schen ein, näher­zu­kom­men und die Ster­nen­kin­der in unse­re Mit­te zu las­sen. Das macht es auch für Außen­ste­hen­de leich­ter auf die Ster­nen­kind­fa­mi­lie zuzu­ge­hen: für Betrof­fe­ne, die Unter­stüt­zung suchen, aber auch für Insti­tu­tio­nen und Unter­neh­men, die sich mit dem The­ma aus­ein­an­der­set­zen und bei­spiels­wei­se Work­shops oder Fort­bil­dun­gen buchen wollen.

    So tritt die Ster­nen­kind­fa­mi­lie gestärkt mit ihrem eige­nen leuch­ten­den Logo in die Öffentlichkeit:

    Logo mit einer bunten, räderförmigen Grafik auf der linken Seite und dem Schriftzug "Sternenkind familie" in roter Schrift auf der rechten Seite.

    Du möchtest mit deinem eigenen Logo glänzen?

    Grafikdesignerin Julia Harms in ihrem Büro: Eine Frau mit dunkelblondem Haar und schwarzem Pullover, im Hintergrund: Regale und eine Pflanze

    Julia Harms

    Grafikdesignerin für gute Projekte

    Ich gestal­te Inhal­te so, dass sie ver­stan­den wer­den und Men­schen zusam­men­brin­gen. Dabei arbei­te ich eng mit mei­nen Kund:innen zusam­men – kom­mu­ni­ka­tiv, empa­thisch und mit Freu­de an schö­nen Ergebnissen.

    Mein Ziel: Design, das Türen öff­net und Wir­kung zeigt.

  • Plakate gegen Gebrüll und Türenschlagen

    Plakate gegen Gebrüll und Türenschlagen

    Kampagne gegen Partnerschaftsgewalt

    Ein Infobrett mit angehefteten Papieren und Plakaten, darunter ein Plakat über das Erleben von Kindern wenn die Eltern sich anbrüllen. Im Hintergrund eine gelbe Wand, im Anschnitt eine dunkelgrüne Tür mit weißer Türklinke.

    Kin­der, die Gewalt zwi­schen ihren Eltern oder Bezugs­per­so­nen erle­ben, kön­nen die­se Erfah­rung nicht allei­ne bewäl­ti­gen. Auch wenn sie selbst nicht phy­sisch betrof­fen sind, lei­den sie psy­chisch unter der Gewalt der Erwach­se­nen. Um die­sen Aspekt bekann­ter zu machen, beauf­tragt die Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft der Kin­der­schutz-Zen­tren die groß­ar­ti­ge Illus­tra­to­rin Rosa Lin­ke und mich eine Pla­kat­kam­pa­gne zu entwickeln.

    Für Betrof­fe­ne gibt es vie­le Grün­de, die Gewalt ihres Part­ners, ihrer Part­ne­rin aus­zu­hal­ten: ein Grund sind oft die Kin­der. Vie­le den­ken, für sie müss­te man die Situa­ti­on aus­hal­ten. Erwach­se­ne hof­fen, dass ihre Kin­der noch zu klein sind, um zu spü­ren, dass in ihrer Welt etwas nicht stimmt. Sie gehen davon, dass die Klei­nen schon schla­fen, nichts mit­be­kom­men. Sie den­ken, dass es den Kin­dern gut geht, solan­ge sie sel­ber nicht direkt von Gewalt betrof­fen sind. 

    Lei­der ist das eine fal­sche Annah­me! Kin­der hören, sehen und spü­ren, was in ihrem Umfeld pas­siert. Sie lei­den, wenn einer Per­son, die sie lie­ben, Gewalt ange­tan wird; und sie lei­den, wenn eine Per­son, die sie lie­ben, Gewalt aus­übt. Sie sind inner­lich zer­ris­sen und hilf­los.  Das dar­zu­stel­len, war Grund­la­ge für die Gestal­tung von Pla­ka­ten, Fly­ern und wei­te­rem Grafikmaterial. 

    Plakate als Türöffner

    Wie gestaltet man Plakate zu einem schwierigen Thema?

    Die bun­ten Illus­tra­tio­nen von Rosa Lin­ke neh­men fast das gan­ze Pla­kat ein und zei­gen, wie Kin­der Gewalt zu Hau­se mit­er­le­ben. Die Moti­ve sind expli­zit ohne zu ver­schre­cken. Die groß gesetz­ten Titel-Aus­sa­gen stel­len einen direk­ten Bezug zur Erleb­nis­welt der Kin­der her: Wenn sich mei­ne Eltern anbrül­len, tun mei­ne Ohren weh!“ Damit kön­nen sich betrof­fe­ne Kin­der iden­ti­fi­zie­ren und ent­de­cken dabei oft zum ers­ten Mal, dass sie nicht allei­ne sind mit ihrer Erfah­rung. Ein kur­zer Text spie­gelt ihre Situa­ti­on, spricht Angst, Wut und Trau­rig­keit offen an. Vor allem aber eröff­net es den Kin­dern ers­te Hand­lungs­räu­me: Sprich dar­über! Mit Erwach­se­nen, denen du ver­traust!“. Das kön­nen Lehr­kräf­te sein, genau­so wie Erzieher:innen oder ande­re Ver­trau­ens­per­so­nen. Wir sind für dich da. Wir hören dir zu und hel­fen dir.“ Die Kon­takt­da­ten zur nächs­ten Kin­der­schutz-Ein­rich­tung sind gleich im Feld dane­ben ange­ge­ben. Dort kön­nen Kin­der mit ihren Bezugs- oder Ver­trau­ens­per­so­nen wei­te­re Hil­fe finden.

    Wie wirken die Plakate?

    Bil­der­bü­cher, Comics, Zei­chen­trick­fil­me – die Pla­ka­te fügen sich gestal­te­risch in die Lebens­welt von Kin­dern ein. Das macht es leicht, über­haupt näher ran­zu­ge­hen, sich anzu­gu­cken, wor­um es dabei geht.

    Die drei Moti­ve stel­len unter­schied­li­che For­men von Gewalt dar. So bie­ten die Pla­ka­te Ver­trau­ens­per­so­nen einen leich­ten Ein­steig ins Gespräch – selbst ohne kon­kre­ten Ver­dacht kön­nen sie mit den Kin­dern auch in der Grup­pe dar­über spre­chen: Was siehst du da? Wie geht es dem Kind auf dem Bild? Hast du auch manch­mal Angst? 

    Design für ergänzende Informationen

    Flyer zum Einstecken

    Neben der direk­ten Anspra­che der Kin­der hat die Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft der Kin­der­schutz-Zen­tren das Wich­tigs­te für Eltern und Fach­kräf­te in je einem Fly­er zusam­men­ge­fasst. Die Fly­er habe ich so gestal­tet, dass die Titel­sei­ten die Moti­ve der Pla­ka­te auf­neh­men, um einen kla­ren visu­el­len Bezug her­zu­stel­len. Mit gro­ßen Illus­tra­tio­nen und klei­nen Design­ele­men­ten gelingt es, die Situa­ti­on der Kin­der adäquat dar­zu­stel­len und die gebo­te­ne Dring­lich­keit zu ver­mit­teln. Gleich­zei­tig sol­len die Eltern nicht wei­ter unter Druck gesetzt wer­den – ihre Situa­ti­on ist sowie­so schon schwie­rig. Dage­gen habe ich im Design viel Raum und lich­te Far­ben gesetzt. Zusam­men mit den kur­zen Tex­ten ver­mit­teln die Fly­er den Ein­druck: wir sind für dich da, wir hel­fen dir, es ist ganz leicht!

    Die loka­len Kin­der­schutz-Zen­tren kön­nen sowohl die Pla­ka­te als auch die Fly­er mit ihren eige­nen Kon­takt­da­ten per­so­na­li­sie­ren, um kon­kret Hil­fe vor Ort anzu­bie­ten. So ist eine uni­ver­sell ein­setz­ba­re Kam­pa­gne ent­stan­den, die deutsch­land­weit in Kin­der­gär­ten, Schu­len und Ein­rich­tun­gen der Kin­der- und Jugend­hil­fe Auf­merk­sam­keit generiert.

    Grafikdesignerin Julia Harms in ihrem Büro: Eine Frau mit dunkelblondem Haar und schwarzem Pullover, im Hintergrund: Regale und eine Pflanze

    Julia Harms

    Grafikdesignerin für gute Projekte

    Ich gestal­te Inhal­te so, dass sie ver­stan­den wer­den und Men­schen zusam­men­brin­gen. Dabei arbei­te ich eng mit mei­nen Kund:innen zusam­men – kom­mu­ni­ka­tiv, empa­thisch und mit Freu­de an schö­nen Ergebnissen.

    Mein Ziel: Design, das Türen öff­net und Wir­kung zeigt.

  • Mit Grafikdesign zum Schwimmerfolg

    Mit Grafikdesign zum Schwimmerfolg

    Ein Ausmalbuch für Kinder, die schwimmen lernen

    Ein Kind malt im Ausmalbuch

    Die Schwimm­ge­mein­schaft Wacht­berg-Godes­berg beauf­tragt mich 2022 ein Aus­mal­buch für Schwimm-Anfänger:innen zu gestal­ten. Es soll die Kin­der im Alter von 5 bis 7 Jah­ren auf ihrem Weg zur Schwimm­kom­pe­tenz beglei­ten. Als Vor­la­ge bekom­me ich vom Ver­ein in Stich­wor­ten, was die 11 Stu­fen sind, die die Kin­der im Kurs meis­tern. Dar­aus ent­wick­le ich ein inhalt­li­ches Kon­zept, gestal­te das Gra­fik­de­sign und die Illus­tra­tio­nen. Es ent­steht ein 12-sei­ti­ges Buch in DIN A4, dass die Erfol­ge der Kin­der fest­hält und sie stärkt.

    Die Geschichte hinter dem Grafikdesign

    Mei­ne Toch­ter ist ein abso­lu­tes Was­ser­tier. Ein lei­ses Plät­schern, ein gur­geln­des Was­ser­schwap­pen – bei­des ganz fein und zart … und dann tapp, tapp, tapp … ein Baby, das fröh­lich zum Was­ser krab­belt, ziel­stre­big und fest ent­schlos­sen: Pat­sche­hän­de in küh­les Nass! Glück­se­li­ges Gluck­sen! Bis heu­te bei jedem Kon­takt mit Wasser!

    Mei­ne Toch­ter ist im Him­mel als wir end­lich den Schwimm­kurs für Fort­ge­schrit­te­ne buchen! Schon mor­gens wacht sie freu­dig auf und zählt die Stun­den bis zum Schwim­men. Sie über­legt, was sie heu­te im Kurs tol­les machen wird: Ob sie wohl dies­mal ein paar Meter ohne Hil­fe schaf­fen wird? Ob sie wie­der ins Was­ser sprin­gen darf? Tau­chen? Wochen­lang dreht sich unse­re gan­ze Welt ums Schwimmen.

    Plötz­lich kippt die Stim­mung: drei Wochen vor der See­pferd­chen-Prü­fung zie­hen graue Regen­wol­ken in den Kopf mei­ner Toch­ter. Eine gan­ze Bahn schwim­men? Nie­mals! Bis auf den Grund tau­chen? Unmög­lich! Unse­re tol­le Schwim­me­rin sagt plötz­lich nur noch: Nein! Ich kann das nicht! Niemals!“

    Von der SG Wacht­berg-Godes­berg weiß ich inzwi­schen, dass es nicht nur mei­nem Kind so geht. Schwimm­kom­pe­tenz errei­chen Kin­der über ver­schie­de­ne Stu­fen, die sie gar nicht sel­ber wahr­neh­men. Dabei ist es eine tol­le Ent­wick­lung, die den Kin­dern viel Selbst­ver­trau­en geben kann.

    Wie wäre es, den Kin­dern etwas an die Hand zu geben? Ein Buch, in dem ihre Erfol­ge fest­ge­hal­ten wer­den? Der Schwimm­ver­ein wünscht sich ein Aus­mal­buch und ich darf es gestal­ten! Yippieh!

    Mit Grafikdesign entsteht eine wundervolle Wasserwelt

    Ich gestal­te ein Buch, dass die Kin­der von den ers­ten eige­nen Schrit­ten ins Was­ser bis zum Rücken­krau­len beglei­tet. In den Bil­dern fin­den sich die Kin­der selbst wie­der: mit dem Kopf unter Was­ser, als Toter Mann“ auf dem Was­ser lie­gend oder schwe­re­los glei­tend durch die See. Drum­her­um zeich­ne ich eine fas­zi­nie­ren­de Was­ser­welt mit Mee­res­be­woh­nern und See­vö­geln – Pira­ten­schatz inklu­si­ve. Schon beim ers­ten Durch­blät­tern möch­te man ins Was­ser sprin­gen und gucken, wel­chem Fisch man unter Was­ser begegnet. 

    Aus den hei­mi­schen Sta­peln blan­ker Aus­mal­bü­cher weiß ich aller­dings: nicht jedes Kind malt ger­ne aus! Auch für sie ist die­ses Buch. Die Illus­tra­tio­nen funk­tio­nie­ren wun­der­bar ohne Far­be, weil die Sei­ten selbst schon die Geschich­te erzäh­len.

    Vor­freu­dig kön­nen die Kin­der in die Bil­der ein­tau­chen, ent­de­cken, was im Schwimm­kurs vor ihnen liegt, um sich dann Sei­te um Sei­te ihr Aben­teu­er zu erschwim­men. Nach jeder absol­vier­ten Auf­ga­be dür­fen sie im Schwimm­kurs nach vor­ne kom­men – bib­bernd und stolz – damit die Kurs­lei­tung auf der geschwun­ge­nen Linie unter­schreibt. Plit­sch-platsch wird ihr Bild zu einer schön gestal­te­ten Urkunde.

    Ein Kind lässt die Sei­te unter­schrei­ben, dass es jetzt schon unter Wass­ser glei­ten kann.

    So kön­nen die Kin­der wäh­rend des Kur­ses stolz zurück­bli­cken, auf das, was sie schon alles geschafft haben. Beim Vor­blät­tern kön­nen sie vor­freu­dig ent­de­cken, wel­che Schwimm-Aben­teu­er sie noch erwarten. 

    Am Ende hal­ten die Kin­der eine voll­stän­di­ge Doku­men­ta­ti­on ihrer Schwimm-Erfol­ge in Hän­den und sehen, dass sie weit mehr als ein­fach nur das See­pferd­chen kön­nen. Das ist näm­lich ein Klacks – wie mei­ne Toch­ter inzwi­schen weiß!

    Grafikdesignerin Julia Harms in ihrem Büro: Eine Frau mit dunkelblondem Haar und schwarzem Pullover, im Hintergrund: Regale und eine Pflanze

    Julia Harms

    Grafikdesignerin für gute Projekte

    Ich gestal­te Inhal­te so, dass sie ver­stan­den wer­den und Men­schen zusam­men­brin­gen. Dabei arbei­te ich eng mit mei­nen Kund:innen zusam­men – kom­mu­ni­ka­tiv, empa­thisch und mit Freu­de an schö­nen Ergebnissen.

    Mein Ziel: Design, das Türen öff­net und Wir­kung zeigt.